Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Montag, 23. Januar 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Might Oaks - Be with you always

"Howl" der Mighty Oaks erschien vor zwei Jahren und gelangte bis in die Top 10 der Albumcharts. Der Nachfolger "Dreamers" ist für den 24.03. angekündigt und der Vorbote "Be with you always" klingt so:



Live Dates gibt es auch schon:
  • 12.04. Hamburg
  • 25.04. München
  • 28.04. Frankfurt
  • 29.04. Köln
  • 30.04. Stuttgart
  • 02.05. Leipzig
  • 03.05. Berlin

Sonntag, 22. Januar 2017

Musik: Austra - Future politics

























Das stärkste Statement zum 20.01.2017. 

Ein am 20.01. veröffentlichtes Album namens "Future politics" ist natürlich kaum zu beschreiben, ohne auf die Bedenken vieler Menschen an diesem Tag bezüglich der politischen Entwicklungen zu verweisen. Hoffen wir mal, dass im Rückblick dieses dritte Album der Kanadierin Katie Stelmanis stärker in Erinnerung bleiben wird als die Amtszeit des 45. US-Präsidenten. 

Die Intensität von Austras "Future politics" entblätterte sich über einige Durchläufe. Doch es zeigte sich, dass die Dame ihre Verbindung aus New Wave/Synthpop und kräftigen Beats perfektioniert hat. Die tiefgründigeren Texte tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei, "Future politics" zu einem hörenswerten Electro-Album zu machen. 

Im Vergleich zum Vorgänger "Olympia" fällt vor allem auf, dass die Lightman-Schwestern (aka Tasseomancy) nicht mehr beteiligt waren und daher einige der Gesangsharmonien weniger "breit" ausfallen. Außerdem wirkt "Future politics" wieder weniger poppig als das Vorgängeralbum und steht in meiner Rangliste näher am starken Debüt "Feel it break". 

"Future politics", "Angel in your eye", "Freepower" und "Beyond a mortal" sind die ersten Höhepunkte, doch "43" bildet den unfassbar starken Abschluss dieses Albums. 

Das Video zu "Utopia":


Und das zum Titelsong:


Austra live:
  • 06.03. Hamburg
  • 08.03. Berlin
  • 09.03. München
  • 10.03. Leipzig
  • 18.03. Köln

"Future politics" ist:

Samstag, 21. Januar 2017

Vorhören: Japandroids - Near to the wild heart of life

Eine meiner Rockhoffnungen für 2017 sind die Japandroids. Deren erfolgreiches Album "Celebration Rock" erschien 2012, nun wird es wirklich Zeit für den Nachfolger. "Near to the wild heart of life" wird nächste Woche erscheinen und vorab gibt es dort den Stream.
                        
Oder direkt hier:

Freitag, 20. Januar 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Claire - End up here

Electropop aus München: Claire durften schon für Woodkid und Bastille die Bühne vorwärmen und auch auf Festivals internationale Luft schnuppern. Hier gibt es den neuen Song "End up here":



Das Album "Tides" folgt im April und ebenso die Tour:
  • 27.04.    Frankfurt
  • 28.04.    Köln 
  • 29.04.    Dresden 
  • 01.05.    Leipzig
  • 02.05.    Hamburg
  • 03.05.    Berlin  
  • 05.05.    München 
  • 06.05.    Stuttgart 
  • 08.05.    Nürnberg 
  • 11.05.    Mannheim 
  • 12.05.    Regensburg 

Mittwoch, 18. Januar 2017

Musik: Marcel Brell - Sprechendes Tier




















Eben noch im "Morgenmagazin"...
  • "Botschafter der deutschen Sprache" des Goethe-Instituts
  • Vorband der Alin Coen Band (und gesungen hat er auch schon mit Alin Coen)
  • Unterhaltsame Wort- und Textspiele ("Regen ist Wasser von oben"; "Zum Glück braucht am Ende das Lied hier kein Schwein... um frei zu sein."; "Du willst Dich nicht verbiegen, Du willst erst zum Yoga gehen.")
  • Unauffällige Instrumentierung
  • Auftritt im "Morgenmagazin"
Damit sind Marcel Brell und seine Musik schon recht gut beschrieben. Als Sohn eines Opernsängers und einer Tänzerin wurde er in Wesel geboren, nun lebt der Mittdreißiger in Berlin. Als Solo-Künstler freigeschwommen hat er sich über sein Debüt "Alles gut solang man tut" und viele, viele Konzerte. 

Wer gerne den tieferen Sinn in deutschen Texten sucht, findet bei Marcel Brell Futter. Die Themen der Songs und die Musik an sich können trotz einiger lockerer Indiepop-Momente nicht über Albumlänge fesseln. 

Das Video zum Titelsong:


"Sein wie Du":


"Steine" in der Akustik-Version:


Brels Album "Sprechendes Tier" wird am 20.01. erscheinen.

Marcel Brell auf Tour (vermutlich vor überwiegend weiblichem Publikum):
  • 08.03. Dresden
  • 09.03. Leipzig
  • 10.03. Erfurt
  • 11.03. Hannover
  • 12.03. Rostock
  • 16.03. Hamburg
  • 17.03. Bremen
  • 18.03. Magdeburg
  • 19.03. Berlin
  • 21.03. Essen
  • 22.03. Köln
  • 23.03. Münster
  • 24.03. Cochem
  • 25.03. Senheim
  • 26.03. Molzig
  • 27.03. Stuttgart
  • 28.03. Frankfurt
  • 29.03. Heidelberg
  • 02.04. München
  • 03.04. Nürnberg

"Sprechendes Tier" klingt nach:

Dienstag, 17. Januar 2017

Musik: Klez.e - Desintegration

























Nichts gegen eine Reise in die Vergangenheit... aber muss die so jammernd ausfallen?

Im Januar 2017 hat Klez.e  ein Album veröffentlicht, welches so oder ähnlich auch vor knapp 30 Jahren erscheinen hätte können. Nicht nur mit dem Albumtitel wird unverblümt The Cure gehuldigt. Mit deren "Desintegration" und dem Mauerfall trafen für Klez.es Sänger Tobias Siebert gleich zwei prägende Erlebnisse aufeinander. Das Ergebnis zeigt sich nun viele Jahre später im Song "Mauern":


Das letzte Klez.e-Album "Vom Feuer der Gaben" stammt aus dem Jahr 2009. Zwischenzeitlich produzierte Siebert Musik u. a. für Juli, Kettcar, Me And My Drummer, Phillip Boa und Slut. 2015 wagte er sich als ... And The Golden Choir solo (bzw. mit Plattenspieler und kürzlich auch mit Band) auf die Bühne.

Die Musik auf Klez.es "Desintegration" übergzeugt trotz oder gerade wegen des Blicks in die Vergangenheit. Die Texte dazu sind zeitlos oder in ihrer Kritik z. T. brandaktuell. Am Gesang scheiden sich dann die Geister: Mir klingt das in Verbindung mit den nachdenklichen Texten dann doch häufig zu weinerlich und klagend... da wünsche ich mir zwischenzeitlich einfach mal wieder ein erlösendes "Hurz".

"Flammen" und "Lobbyist" können aber auch mich überzeugen. 
 
"Flammen":


Klez.e live:
  • 03.03. Göttingen
  • 04.03. Jena
  • 07.03. Dresden
  • 08.03. Frankfurt
  • 09.03. Nürnberg
  • 10.03 Augsburg
  • 11.03. Weiden
  • 12.03. Regensburg
  • 13.03. München
  • 15.03. Köln
  • 16.03. Berlin 
"Desintegration" klingt nach:

Montag, 16. Januar 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Louka - Flimmern

Ich kenne nur diesen Song der Sängerin, aber ich erkenne Flimmer-Potential. Hier ihr Song "Flimmern":


Die gleichnamige Debüt-EP wird am 03.02. erscheinen, Live-Termine gibt es auch schon:
  • 26.01.   Berlin (Four Music Abend)
  • 11.02.   Heidelberg 
  • 27.03.   Köln
  • 28.03.   München
  • 29.03.   Berlin
  • 30.03.   Hamburg
  • 22.04.   Stade 

Sonntag, 15. Januar 2017

Musik: You Me At Six - Night people

























Mit Stadionrock ins Rock-Jahr 2017.

Regelmäßig zum Jahreswechsel wird mir bewusst, dass ich eigentlich mehr Rock-Musik gehört hätte. Dann fange ich doch 2017 mal zeitig an: You Me At Six aus Weybridge in Surrey geht klar als Rock-Band durch. 2004 gegründet, haben die Herren seit 2008 fünf Alben veröffentlicht. Die vorletzte Platte aus dem Jahr 2014 schaffte es gar auf Platz 1 der Album-Charts im UK.

Produziert wurde "Night people" in Nashville von Jacquire King. Vor allem seine Arbeit für die Kings Of Leon scheint durch. "Heavy soul" lässt mich auch an die Killers denken. Das ist insgesamt recht straighter (Stadion-)Rock und daher ist auch U2 als Referenz zu nennen.

"Night people" soll "heavier" und düsterer klingen als die Vorgängeralben. Diese sind mir damit egal. Aktuell klingt die Band nach Stadionrock, die wenigen härteren Elemente werden durch Pop Punk-Gesang entschärft. "Night people" ist als Start ins Rock-Jahr keine komplette Enttäuschung, aber ein Anlass auf bessere Vertreter des Genres zu hoffen.

Das Video zum Titelsong:


"Swear":


Im März besucht die Band Deutschland und ich würde mich nicht wundern, wenn sie auch im Sommer auf dem einen oder anderen Festival ihre Stadion-Rock-Ambitionen ausleben würden:
  • 12.03. Wiesbaden
  • 13.03. München
  • 20.03. Köln
  • 21.03. Berlin
  • 26.03. Hamburg
"Night people" klingt nach:

Samstag, 14. Januar 2017

Musik: The XX - I see you

























Weniger "weniger" = mehr?

Die Grenzen des Minimalismus haben Jamie (XX) Smith, Romy Madley Croft und Oliver Sim mit ihrem Debüt "XX" aus dem Jahr 2009 und "Coexist" 2012 ausgelotet. Jamie XXs Solo-Debüt "In colour" nahm die Weiterentwicklung der Band ein Stück vorweg. 

The XX im Jahr 2017 befindet sich gleich in mehreren Spannungsfeldern. Es stehen sich jeweils gegenüber:
  • Zwei charismatische Stimmen
  • Indie und Electro/Dance
  • Dreampop und Indietronica
Und dazwischen schweben einige R 'n' B Fragmente. Mit "I see you" hat die Band ihr Spektrum merklich erweitert und weiß sowohl mit dem treibenden Dance-Track "Dangerous" als auch mit dem ruhigen Gegenstück "Performance" zu begeistern. Vielleicht mögen die prägnanteren Beats den einen oder anderen Fan der alten The XX-Platten verstören, aber ich stimme Jamies Behauptung "every beat is a violent noise" (aus "The violent noise") nicht zu: Gerade diese Beats bringen auf "I see you" eine Spannung, die ich auf dem Debüt der Band vermisste. Und sie lassen die stillen Momente noch erhabener erscheinen. "I see you" ist ein frühes Meisterstück des Musikjahres. 

Das Video zu "On hold":

The XX live (einige Termine sind bereits ausverkauft):
  • 12.02. Hamburg
  • 24.02. München
  • 25.02. Berlin
  • 26.02. Frankfurt
  • 28.02. Düsseldorf
"I see you" ist: