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Freitag, 20. Juni 2008

Musik: Feeder - Silent cry

 cover

Auf Feeder stieß ich irgendwann 1997, als deren Debütalbum zur Platte des Monats im Musikexpress/Sounds gekürt wurde. Mit "Silent cry" veröffentlicht die Band nun bereits deren sechstes  reguläres Album. Die Alben zeichneten sich bislang immer durch die jeweils homogene Grundstimmung aus, die Band selbst durch eine zwar nicht zielgerichtete aber ständige Entwicklung. Oder war es bislang nur die Suche nach dem eigenen Stil?

Das Debütalbum "Polyethene" im Jahr 1997 wurde klar von rockigen (fast schon punkigen) Zügen geprägt. Gemäßigter Rock mit immer stärkeren Pop-Anleihen fanden sich danach auf "Yesterday went too soon" und der schmissigen Platte "Echo Park". Nach dem Freitod des Schlagzeugers erschien das melancholische "Comfort in sound", "Pushing the senses" fügte dieser Stimmung wieder etwas mehr Drive hinzu. Und wo landet "Silent cry"? Die Ankündigungen ließen auf Rock hoffen, die ersten Höreindrücke bestätigen das nicht. Die BBC gibt keine eindeutige Auskunft:

New listeners will find lots to like in Silent Cry's balanced mix of upbeat rock and downbeat anthems, while long-time fans will find their heroes newly inspired and refreshed, but not unrecognisably altered. Grant calls this album ‘a step towards fulfilling what is left to achieve for the band, but also a step towards their roots’. It could easily have been a case of two steps forward and one step back, but that it's definitely not.

Eine großartige Weiterentwicklung erkenne ich nicht, aber manchmal freut man sich auch über Konstanten. Schöne Melodien beherrschen Feeder noch immer. Ein paar zusätzliche Gitarren sind zu hören, die orchestralen Anteile sind allgegenwärtig. Ein kompaktes Album ist "Silent cry" sicher nicht, aber man darf auch mal wieder in Musik schwelgen. Das Album bietet einen schöne Grundlage für einen "weniger-ist-manchmal-mehr"-Ansatz bei der Produktion des nächsten Werks.

Das Album gibt es auf Myspace als Stream. Auf Youtube wird ein eigener "Feeder Channel" vorgehalten. Das Video zu "We are the people" gibt es auch hier:

Die "Deluxe Edition" des Albums bietet zwei Bonustracks, die auch auf iTunes separat erworben werden können.

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